BKA classification notices
Die Waffenrechtliche Situation in Deutschland
Wie wird ein Messer nach deutschem Waffenrecht eingeordnet? Auf dieser Seite findest du BKA-Feststellungsbescheide zu ausgewählten Produkten sowie eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Entscheidung. Wir zeigen sowohl Einstufungen ohne Verbot als auch Entscheidungen, bei denen die geprüfte Ausführung als verbotener Gegenstand eingestuft wurde.
Zu jedem Eintrag kannst du den Originalbescheid aufrufen und die behördliche Bewertung im Detail nachvollziehen.
Wichtig: Nicht verboten bedeutet nicht überall erlaubt.
Die waffenrechtliche Einstufung eines Produkts und die Vorschriften zum Führen sind zu unterscheiden. Auch wenn ein Messer nicht unter das Führverbot des § 42a fällt, können zusätzliche Einschränkungen gelten, beispielsweise bei öffentlichen Veranstaltungen oder in Waffen- und Messerverbotszonen.
Führen erlaubt - 42a Konform
Besitz erlaubt - Führen nur bei berechtigtem Interesse
Einstufung als verbotener Gegenstand
Häufige Fragen zu BKA-Feststellungsbescheiden für Messer
Was ist ein BKA-Feststellungsbescheid?
Was ist ein BKA-Feststellungsbescheid?
Bestehen Zweifel an der waffenrechtlichen Einordnung eines Gegenstands, kann das Bundeskriminalamt diese im Rahmen eines Feststellungsverfahrens klären. Eine auf Antrag erfolgte Einstufung wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Was bedeutet es, wenn für ein Messer kein Feststellungsbescheid erlassen wurde?
Was bedeutet es, wenn für ein Messer kein Feststellungsbescheid erlassen wurde?
Nicht jeder Antrag führt zu einem Feststellungsbescheid. Ist die waffenrechtliche Einordnung nach Auffassung des BKA bereits eindeutig, kann ein Antrag auf Feststellung abgelehnt werden.
Dies betrifft beispielsweise unsere Non-Lock 42 Modelle. Nach der uns vorliegenden Rückmeldung des BKA sind Automatikmesser ohne Arretierung keine verbotenen Gegenstände. Da sich die Klinge nach dem Öffnen nicht feststellen lässt, fallen diese Modelle zudem nicht unter das Führverbot für Einhandmesser nach § 42a Abs. 1 Nr. 3 WaffG.
Warum spielt die Arretierung der Klinge eine Rolle?
Warum spielt die Arretierung der Klinge eine Rolle?
Das Waffengesetz definiert Springmesser unter anderem dadurch, dass die Klinge auf Knopf- oder Hebeldruck hervorschnellt und anschließend festgestellt werden kann. Auch § 42a Abs. 1 Nr. 3 WaffG bezieht sich auf Messer mit einhändig feststellbarer Klinge.
Bei den Non-Lock 42 Modellen wird die Klinge nach dem automatischen Öffnen nicht arretiert.
Was bedeutet „§ 42a-konform“?
Was bedeutet „§ 42a-konform“?
Die Bezeichnung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das jeweilige Messer nicht unter das Führverbot für bestimmte Messer nach § 42a Abs. 1 WaffG fällt.
Das bedeutet jedoch nicht, dass das Messer unabhängig von Ort und Situation immer geführt werden darf. Weitere gesetzliche Bestimmungen, beispielsweise für öffentliche Veranstaltungen, den öffentlichen Personenfernverkehr oder ausgewiesene Messerverbotszonen, können zusätzlich gelten.
Bedeutet „nicht verboten“, dass ich das Messer überall führen darf?
Bedeutet „nicht verboten“, dass ich das Messer überall führen darf?
Nein. Ob ein Messer ein verbotener Gegenstand ist und ob es geführt werden darf, sind unterschiedliche rechtliche Fragen.
Neben § 42a WaffG können weitere Vorschriften und örtliche Regelungen das Führen von Messern einschränken. Maßgeblich sind daher immer das konkrete Messer, die jeweilige Situation und der Ort.
Gilt ein BKA-Feststellungsbescheid auch für ähnliche Messer?
Gilt ein BKA-Feststellungsbescheid auch für ähnliche Messer?
Ein Feststellungsbescheid bezieht sich grundsätzlich auf den darin konkret beschriebenen und geprüften Gegenstand. Deshalb kann die Bewertung nicht ohne Weiteres auf ähnlich aussehende Modelle oder technisch veränderte Ausführungen übertragen werden.
Auf dieser Seite zeigen wir deshalb jeweils, für welche Böker Modelle beziehungsweise Ausführungen die dargestellte Einordnung gilt.
